Tagebucheintrag vom 24. / 25. Dezember

Liebes Tagebuch,

es ist geschafft, heute Nacht wurde der Sohn Gottes geboren. Zum Glück haben wir noch einen Stall gefunden, der so ähnlich ist wie die Ställe, die wir in den letzten Wochen auf unserer Reise auch immer wieder angetroffen haben.

Wir sind überglücklich!

Deine Maria, Josef und Esel

Tagebucheintrag vom 23. Dezember

Alle helfen mit, nur Esel schaut zu

Liebes Tagebuch,

heute haben wir es ein wenig ruhiger angehen lassen, denn Maria muss sich wirklich etwas ausruhen. Lange wird es bis zur Niederkunft unseres Kindes wohl nicht mehr dauern.

Am Vormittag waren wir wieder mit Vorbereitungen für das Weihnachtsfest beschäftigt. Wir haben unseren Herbergseltern dabei geholfen einen Himbeer-Tiramisu zu machen. Zuerst haben wir Sahne geschlagen und mit Mascarpone und Quark vermengt. Anschließend haben wir die Masse abwechseln mit Himbeeren und zerbröselten Spekulatius geschichtet. Ich habe mir beim Zerbröseln allergrößte Mühen gegeben und denke, dass Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Nachmittags habe ich dann zusammen mit Esel den Herbergseltern dabei geholfen, den Tannenbaum zu schmücken. Auch das Ergebnis kann sich aus meiner Sicht wirklich sehen lassen. Maria hat sich derweil ausgeruht, denn das Reisen der letzten Tage hat sie echt geschafft. Ich hoffe nur, dass wir in den nächsten Tagen auch eine Unterkunft finden, in der wir unterkommen können. In den letzten Wochen haben wir ja ganz viele liebe und nette Menschen kennengelernt, die uns herzlich aufgenommen haben.

Für heute habe aber auch ich erstmal genug, ich werde jetzt nochmal nach Maria sehen und mich dann auch hinlegen.

Dein Josef

Tagebucheintrag vom 22. Dezember

Esel klebt die Umschläge zu

Liebes Tagebuch,

der heutige Tag hat uns echt geschafft. In unserer neuen Herberge gab es noch jede Menge zu tun, damit pünktlich zum Weihnachtsfest alles fertig vorbereitet ist. Es fing damit an, dass wir beim Putzen geholfen haben. Zwar erzählte die Herbergsmutter uns, dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr ganz anders sein wird als in den vergangenen Jahren, aber sauber und ordentlich soll es auch in diesem Jahr sein... Daher haben wir uns nicht lange bitten lassen und kräftig mit angepackt. Zusammen hat es auch gleich viel mehr Spaß gemacht.

Dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr ganz anders sein wird, wurde dann am Nachmittag deutlich. Aufgrund des Corona-Virus wird es in diesem Jahr keine Gottesdienste in der Kirche geben. Wir finden das sehr schade, aber es ist die richtige Entscheidung - die Gesundheit aller geht schließlich vor. Dafür hat man sich in der Pfarrei aber was ganz tolles überlegt, nämlich wie Zuhause dennoch Gottesdienst gefeiert werden kann. Ab Heiligabend stehen in den Kirchen Tüten zum Mitnehmen bereit, in denen eine Kerze und ein Minigottesdienst enthalten sind. Eine tolle Idee!!

Wir wurden gefragt, ob wir nicht Lust haben, mitzuhelfen die Tüten zu packen. Natürlich haben wir sofort zugesagt. Aber es war dann doch eine ganz schön anstrengende Arbeit... 200 mal Aufkleber auf den Umschlag - 200 Zettel in den Umschlag - 200 Umschläge zukleben - 200 Umschläge eintüten... Aber bei einer so tollen Sache helfen wir natürlich gerne.

In den nächsten Tagen sollte Maria wahrscheinlich etwas kürzer treten, denn lange wird es nicht mehr dauern, bis ihr Kind zur Welt kommt...

Bis bald liebes Tagebuch

Dein Esel

Tagebucheintrag vom 20. Dezember

Mhh, unsere Lieblingsspeise

Liebes Tagebuch,

heute haben wir einen sehr ruhigen Tag bei der Herbergsfamilie erleben dürfen. Als wir gestern um kurz vor 17.00 Uhr eintrafen, wurden wir nicht wie sonst von Kinder empfangen, sondern von unserer Herbergsmutter mit ihrem Ehemann. Wir waren ganz schön verwundert und fragten, ob hier keine Kinder mehr wohnen. Die Herbergsmutter erzählte uns, dass sie zwei Kinder haben, die aber schon erwachsen sind. Eine Tochter wohnt schon gar nicht mehr Zuhause und die andere Tochter ist oben in ihrem Zimmer. Wir haben es uns also erst einmal gemütlich gemacht und die vorweihnachtliche Atmosphäre genossen. Es roch so gut nach Zimt und Bratäpfel, was von den Kerzen kam, die brannten.

Später dann gab es etwas zu essen. Unsere Lieblingsspeise wurde gekocht. Nudeln mit Bolognese Sauce. Köstlich. Dann lernten wir auch endlich die Tochter kennen, die noch zu Hause wohnt. Gemeinsam haben wir die leckeren Nudeln gegessen.

Später zeigte uns die Herbergsmutter das Zimmer, in welchem die andere Tochter früher gewohnt hat und sagte, dass wir hier heute übernachten dürfen. Ein eigenes Zimmer für uns ganz alleine. Wow! Maria war sehr froh, dass sie hier sich noch einmal ausruhen konnte. Denn was die nächsten Tage bringen wissen wir nicht.

Am nächsten Morgen wurden wir erst wach, als die Lichtstrahlen ins Fenster fielen. Normalerweise hätten wir heute einen Ausflug nach Dorsten gemacht. Dort wohnt nämlich die Nichte der Herbergsmutter mit ihrer Familie. Die kleine Großnichte hatte sich schon sehr über den angekündigten Besuch gefreut und war schon ganz aufgeregt uns kennenzulernen. Da aber jemand von der Familie nicht ganz gesund war, hat die Herbergsmutter gemeint, dass es in der jetzigen Zeit nicht gut wäre, nach Dorsten zu fahren.  Und schon gar nicht, weil Maria hochschwanger ist und bald ihr erstes Kind zur Welt bringt. Die Herbergsmutter sagte zu uns, dass wir  lieber noch in die Kirche gehen wollen. Dort steht das Friedenslicht und so nahmen wir eine Kerze mit, damit wir dieses wertvolle Licht mit nach Hause nehmen konnten. Später stellten wir das mitgebrachte Friedenslicht an die  eigene Krippe. Josef meinte zu Maria, dass es schön wäre, wenn sie in den nächsten Tagen auch so eine schöne Unterkunft finden würden. Lange wird es wohl nicht mehr dauern und der Bauch ist inzwischen sehr dick geworden.

Da die Herbergsmutter die nächsten Tagen jeden Tag arbeiten muss, hat sie vorgeschlagen schon heute den Tannenbaum zu schmücken. Dabei halfen ihr natürlich der Esel und auch die große Tochter. Die Tochter erzählte, dass sie sich immer sehr auf Weihnachten freut. Auch wenn sie schon so alt ist. Leider haben wir die andere Tochter nicht kennen lernen dürfen, da sie wegen dieser komischen Corona Zeit in Quarantäne ist.

Da das Wetter noch so schön war, besuchte die Herbergsmutter noch eine Freundin und wir machten einen ausgiebigen Spaziergang im nahe gelegenen Wald. Wir bedankten uns bei der Herbergsmutter für den angenehmen Aufenthalt. Die Herbergsmutter war sehr glücklich darüber, dass wir sie besucht haben und es hat ihr sehr viel bedeutet, uns einen Tag eine Unterkunft zu geben.

Bis bald!

Maria, Josef und Esel!

Tagebucheintrag vom 19. Dezember

Für Zimmermann Josef ist so ein Plan kein Problem.

Liebes Tagebuch,

heute haben wir Station in der Kirche St. Lambertus gemacht konnten den Aufbau einer Herberge beobachten.  Ein interessantes Erlebnis!

Puhh, das war ganz schön viel Arbeit, aber gemeinsam mit vielen helfenden Händen hat es viel Spaß gemacht. Und das Tolle ist, es gibt in dieser Herberge ein kleines Strohbettchen. Sollten wir, wenn das Baby zur Welt kommt, keine Familie finden, die uns in dieser Nacht aufnimmt, kann Maria das Kind dort zur Welt bringen.

Jetzt ruhen wir uns noch etwas aus und brechen dann wieder auf, um einen neuen Schlafplatz für die Nacht zu finden.

Bis morgen,

Maria, Josef und der Esel

Tagebucheintrag vom 17. Dezember

Hier konnte Maria Trost und Hoffnung schenken

Liebes Tagebuch,

heute haben wir einen sehr eindrucksvollen Tag erlebt. Wir durften mit unserer Herbergsmutter zur Arbeit fahren, in das Elisabeth-Krankenhaus. Sie arbeitet dort als Krankenschwester und kümmert sich um Palliativpatienten.

Zuerst hatten wir Sorgen:

Was wird uns erwarten?

Was werden wir erleben?

Wie werden die Patienten reagieren?

Josef dachte aber praktisch. Da es mit der Geburt wirklich nicht mehr lange dauern kann, wären wir ja direkt am richtigen Ort. Bevor wir das Krankenhaus betreten durften, mussten wir erst mal einen Mundschutz aufsetzten. Ganz schön ungewohnt, aber eben nötig, um niemanden anzustecken.

Puhh, wir hatten alle drei ganz schön Herzklopfen vor Aufregung. Die wurde uns aber ganz schnell genommen, als wir herzlich empfangen wurden. Was haben sich die Patienten gefreut, dürfen sie doch im Moment leider keinen Besuch empfangen. Wir haben in so viele strahlende Augen von kranken Menschen geguckt.

Durften glückliche Augenblicke schenken. Durften Hoffnung schenken. Durften trösten.

Nach so vielen tollen Begegnungen haben wir uns noch etwas im Krankenhaus umgeschaut. Sogar geschmückte Tannenbäume konnten wir entdeckt. Und dann waren wir noch mit unserer Herbergsmutter in der hauseigenen Kirche. Dort haben wir eine Kerze für alle Menschen angezündet, die dieses Licht gebrauchen können.

Zurück bei unserer Herbergsfamilie gab es ein leckeres Mittagessen, bei dem auch die beiden Kinder wieder mit dabei waren. Hier wurde viel von der Schule erzählt und wir haben von unseren Erlebnissen aus dem Krankenhaus berichtet.

Nach einer kleinen Mittagspause und den Hausaufgaben der Kinder haben wir noch etwas zusammen gespielt und den Nachmittag genossen. Der ging aber leider viel zu schnell um und so mussten wir auch schon wieder Abschied nehmen. Gespannt darauf, wo wir die nächste Nacht verbringen dürfen.

Bis morgen liebes Tagebuch,

deine Maria mit Josef und Esel

10.12.2020 - Maria und Josef besuchen die Kita St. Lambertus

Ein Picknick mit den Kindern

Am Donnerstag haben uns Maria und Josef besucht. Sie sind momentan auf Herbergssuche in der Gemeinde und haben uns einen Tag lang begleitet.

Im Morgenkreis haben wir uns gegenseitig "beschnuppert" und Maria und Josef konnten erstaunt den Brauch des Adventskalenders kennenlernen. Sie wussten gar nicht, dass sich die Menschen so auf die Geburt ihres Kindes freuen!

Die Beiden haben uns erzählt, dass sie mit ihrem Esel eigentlich beschaulich in einzelnen Familien unterwegs sind. Es gab nur eine Ausnahme, nämlich an dem Tag, als sie die Schule besucht hatten. In der Ponygruppe haben Maria und Josef sich erst einmal gestärkt und gemeinsam mit den Ponykindern ein Picknick gemacht.

Anschließend haben sie den Kindern beim Basteln zugeschaut. Im Mittagskreis war es der armen, schwangeren Maria fast ein wenig zu laut.

Denn die Kinder haben ihnen einige Weihnachtslieder vorgesungen. Maria und Josef haben "Oh Tannenbaum", "Schneeflöckchen", "Alle Jahre wieder", "In der Weihnachtsbäckerei" und "Wie schön, dass du geboren bist", kennengelernt.

Letzteres schon eher etwas ungewöhnlich, allerdings waren wir (die Kinder, Erzieher und Maria und Josef) uns schnell einig, dass Jesus auch ein Geburtstagslied verdient hätte. ...und wer weiß, vielleicht ist damit ja auch eine neue Tradition geboren und alle singen an Weihnachten nun ebenfalls "Wie schön, dass du geboren bist"!

Nach diesem Trubel gab es ein leckeres Mittagessen. Dies hat Maria und Josef neue Kraft gegeben, so dass sie die Kinder nach draußen begleiten konnten. Dort haben sie Gespräche mit einzelnen Kindern geführt, bevor sie sich dann am Nachmittag wieder auf den Weg in eine andere Familie gemacht haben.

Ein aufregender Tag für alle!

Tagebucheintrag vom 09. / 10. Dezember

Im Kerzenschein haben wir es uns gemütlich gemacht

Gestern durften wir vom Kindergarten St. Lambertus zu unserer nächsten Unterkunft weiter ziehen. Dort haben wir zuerst Bekanntschaft mit sehr vielen unterschiedlichen Figuren einer wirklich schönen Krippe machen dürfen. Die Gastgeberkinder haben uns erklärt, dass sie sich immer freuen, die Krippe schon zu Beginn der Adventszeit aufstellen zu dürfen, wobei das Christkind natürlich immer auch erst am Heiligen Abend einziehen darf.

Das jüngere der Kinder geht in die vierte Klasse der Ardeyschule. Sie hat nach der Schule zu Hause zusammen mit einem Freund ein Referat für die Schule vorbereitet, um den Mitschülern in der nächsten Woche etwas über die Weihnachtsbräuche in Russland erzählen zu können. Das klang sehr spannend!

Wir haben übrigens auch versucht Klavier zu spielen. Das ist uns aber nicht so richtig gelungen. Die beiden Mädchen hier haben uns dann „Alle Jahre wieder“ vorgespielt – wir waren sehr beeindruckt.

Ansonsten haben wir es uns abends bei Kerzenschein mit unserer Gastfamilie gemütlich gemacht. Nach all dem Trubel im Kindergarten hat das sehr gut getan, vor allem für die doch sehr erschöpfte Maria war das eine Wohltat! Die Nacht durften wir in der schönen Krippe verbringen.

Auch der nächste Tag startete sehr gemütlich. Die Kinder mussten zur Schule, der Vater hat zu Hause gearbeitet (Home Office kennen wir nun ja schon), und die Mutter war den ganzen Vormittag unterwegs, um viele Dinge zu erledigen.

Am Nachmittag haben sich alle darauf gefreut, hier noch mit guten Freunden der Familie Hexenhäuser basteln zu dürfen. Das ist hier offensichtlich eine schöne Tradition. In den letzten Jahren wurde immer mit sehr vielen Freunden gemeinsam gebastelt. Das ist wohl im Moment nicht möglich, sondern kann nur im ganz kleinen Kreis stattfinden – zumindest wurde uns das hier so erklärt…

Heute Abend ziehen wir nun weiter und sind gespannt, wen wir kennenlernen und was wir erleben dürfen!

Bis bald, dein Josef

Maria, Josef und der Esel bei Familie D.

In unserer neuen Herberge wurden wir wieder herzlich begrüßt

08.12.2020

Gegen 20:00 Uhr kommen wir bei Familie D. an. Die Kinder freuen sich riesig, als sie uns sehen. Wir werden herzlich aufgenommen und sitzen gemütlich in der Küche bei hell beleuchteten Fenstern, Kerzenschein und Kaminfeuer. Nach und nach gehen alle zu Bett und wir finden ein ruhiges Plätzchen auf dem Küchentisch.

09.12.2020

Um 05:45 Uhr klingelt der Wecker. Die Eltern der Gastfamilie stehen auf, erhellen die Küche, entzünden ein warmes Feuer und wecken die ersten Kinder. Schon kommt die kleinste Tochter Hermine und spielt mit uns. Als Elisa dazu kommt, erzählt die Gastmutter die Geschichte von Jesu Geburt. Alle hören gespannt zu.

Währenddessen bereitet der Gastvater das Frühstück zu und versorgt uns mit leckeren Marmeladenbroten. Zusammen mit Alexander öffnen die Kinder mit uns das 9. Türchen von ihrem Adventskalender. Wir fanden darin eine Trommel aus Schokolade. Mit Genuss verspeisten wir sie. Als nach und nach auch Pauline, Julian und Marius aufstanden, war viel los, doch alle Kinder waren motiviert und gingen mit Freude zur Schule.

Kurze Zeit später fuhren wir zusammen mit Hermine, Elisa und den Gasteltern nach Mülheim zur Wohnwagenstraße um dort ihren neuen Wohnwagen abzuholen. Wir alle waren total aufgeregt. In Mülheim angekommen, durften wir nun den Wagen besichtigen. Der Verkäufer erklärte uns die wichtigsten Funktionen und die Kinder machten sich schon Gedanken in welchen Betten sie wohl schlafen dürfen.

Nach einer Stunde kuppelte der Gastvater den Anhänger ans Auto und los fuhren wir, über die A3, ins Bergische Land nach Oberbüschem um den Wohnwagen dort zum Dauerstellplatz zu bringen. Bei schneidender Kälte kamen wir dort an. Mit Hilfe zweier Camper gelang es den Gasteltern den Wagen auf den vorgesehenen Platz zu stellen. Erledigt! Nun konnten wir als erste Gäste den Wagen bestaunen und verweilen. Wie aufregend…

Nach einem ausgiebigen Picknick und Spaziergang mit dem Familienhund kamen wir am Abend wieder in Essen an. Wir waren vielleicht geschafft … Auch diese Nacht verweilten wir bei unserer Gastfamilie und freuten uns schon auf den nächsten Tag, den wir im Kindergarten verbringen dürfen.

Tagebucheintrag vom 08. Dezember

Maria, Josef und der Esel lernen Tinkerstute Betsy kennen

Liebes Tagebuch,

nach einem wunderschönen, erlebnisreichen Tag gelangten wir heute Abend durch einen dunklen verwunschenen Wald zur nächsten Herberge.

Wir wurden von der neuen Familie mit zwei Kindern herzlich empfangen. Bevor wir es uns in unserem neuen Zuhause gemütlich machen konnten, spazierten wir gemeinsam eine Runde durch die dunklen Straßen um die Gegend zu erkunden. Durch weihnachtlich geschmückte Straßen schlendernd, erblickten wir plötzlich das Schloss Schellenberg. Wir waren von dem alten, schönen Gebäude sehr beeindruckt. So etwas hätten wir hier überhaupt nicht erwartet. Von der frischen Luft und dem langen Tag waren wir ziemlich müde und so nahmen Maria und ich nach dem leckeren Abendessen gerne das Angebot an, in dem Zimmer des Mädchens, auf einem kuschligen Lager zu schlafen. Josef war noch voller Energie und half der Familie bei einem ziemlich kniffligen Puzzle.

Früh am nächsten Morgen klingelte der Wecker weil die Kinder zur Schule und die Herbergseltern arbeiten mussten. Maria war von den vielen Erlebnissen und Eindrücken der letzten Tage sichtlich erschöpft und Josef wollte auch nicht so recht aufstehen, weil er beim Puzzeln kein Ende gefunden hatte. Da der Herbergsvater von zu Hause arbeiten konnte, nutzten Maria und Josef den Vormittag zur Entspannung. Ich nahm gerne die Einladung des Herbergsvaters an ihm bei der Arbeit zuzuschauen. So ein Computer ist schon ein tolles Ding.

Am Nachmittag kam für mich ein echtes Highlight. Wir fuhren gemeinsam mit der Herbergsmutter und der Tochter zu einem Reiterhof. Während es sich Maria und Josef im Stroh gemütlich machten hielt ich einen Plausch mit den Ziegen. Sie waren ein bisschen schüchtern und so zog ich weiter zu meinen Kumpels den Pferden. Mit denen habe ich mich gleich ganz toll verstanden.

Die Herbergstochter rief uns ganz aufgeregt in die Reithalle und stellte uns die Tinkerstute Betsy vor. Wir wären gerne aufgestiegen, aber das wäre ein bisschen schwer geworden. Ich verabschiedete mich etwas wehmütig von meinen vierbeinigen Freunden, aber unser Weg ist ja noch nicht zu Ende und Maria, Josef und ich sind schon in freudiger Erwartung was uns bei der nächsten Herberge erwartet.

Bis bald, dein Esel

Tagebucheintrag vom 07. Dezember

Als wir ankamen wurde gemeinsam gebetet

Liebes Tagebuch,

gestern Abend haben wir eine neue Herberge gefunden und wurden herzlich aufgenommen.

Sofort bekam ich Stroh und Wasser und nach einem Gebet haben Maria & Josef mit der Gastfamilie zur Stärkung eine warme Mahlzeit eingenommen. Dann waren wir alle so müde, das wir uns alle hingelegt haben. Ich war aber noch so aufgeregt, weil hier viele Tiere sind, auf die ich mich schon freue. IA IA jetzt schlafe ich aber auch.

Am Morgen nach dem Frühstück ging es auch gleich los, die Tiere der Herbergsfamilie zu füttern. Die Gastfamilie hat für jedes Tier das richtige Futter. Für die Nager Trockenfutter, Heu und Stroh was ich auch gerne esse und für die Fische und Garnelen und andere Aquarienbewohner Pulverfutter und für die Achatschnecke Gurke und Salat. Wir haben sogar die Vögel draußen gefüttert, da sie ja leider nicht mehr genug Insekten finden. Und ich saß natürlich in der ersten Reihe.

Zur Mittagszeit haben wir uns ausgeruht, weil die vielen Eindrücke der Reise doch sehr müde machen, vor allem Maria. Dann wurden wir von der Hausklingel geweckt. Die sehr gute Freundin Verena der Herbergsmutter aus der Nachbargemeinde St. Georg brachte tolle selbstgemachte Geschenke: Kekse, Tannenbäume mit Süßem, eine selbstgebastelte Laterne mit Weihnachtsliedern und eine Kerze vorbei. So sagt sie, können wir aus der Ferne zusammen Weihnachten feiern und Lieder singen. Eine großartige Idee in diesen Zeiten.

Nachmittags durften wir das Hobby des Mädchens der Gastfamilie kennenlernen. Sie ist leidenschaftliche Reiterin und voltigiert auch. Durch Corona darf sie leider nur noch einmal anstatt dreimal pro Woche zum Pferd und das seit fast einem Jahr. Auf den Sport zu verzichten fällt bestimmt vielen Kindern schwer, aber alle Vereine bemühen sich sehr.

Am Abend zogen wir dann weiter, die Gastfamilie und all ihre Tiere haben uns viel Glück für die weitere Reise gewünscht.

Dein Esel!

Tagebucheintrag vom 06. Dezember

Liebes Tagebuch,

heute Morgen war bei unseren Gastgebern schon früh helle Aufregung.

Der Nikolaus war in der Nacht wohl da und hat Süßigkeiten, Mandarinen und Nüsse in die geputzten Schuhe der Kinder gesteckt. Was war das für eine Freude, erst Recht, als festgestellt wurde, dass die Milch für den Nikolaus getrunken wurde und er beim Kekse - Essen ganz schön gekrümelt hat!

Danach wurde dann erst einmal ordentlich gefrühstückt. Komischerweise gab es auch da viele süße Sachen zum Verputzen, wie Pancakes, Beeren und braune Streusel und eine leckere Schokoladencreme, die einfach köstlich schmeckte.

Anschließend haben wir alle zusammen am großen Tisch gespielt, und die Weihnachtsgeschichte gelesen.

Nach dem Mittagessen ging es dann ans Plätzchenbacken und verzieren. Oh was wurden die schön bunt! Nachdem wir sie gekostet hatten, mussten wir uns dann auch schon verabschieden und haben die nächste Herberge aufgesucht.

Es ist alles ganz schön spannend.

Deine Maria und Josef

Tagebucheintrag vom 05. Dezember

Hier haben wir unsere Kollegen aus der Krippe kennengelernt

Liebes Tagebuch,

Heute bin ich, Josef, mit dem Schreiben dran.

Wir sind gestern Abend in unserer neuen Herberge angekommen und haben gleich herausgefunden, dass wir diesmal in einer deutsch-niederländischen Familie gelandet sind. Das war spannend, weil hier nach dem Aufstehen ein aufregender Tag für die Kinder anstehen sollte. Am 5.12. würde nämlich Sinterklaas, der holländische Nikolaus, zu den Kindern kommen, da unsere Gastfamilie in diesem Jahr das Fest nicht bei Oma und Opa, Tanten, Onkels, Cousinen und Cousins in Holland feiern kann.

Zuerst aber sollten wir noch einen gemütlichen Abend mit der Familie verbringen. Die Kinder Anna und Max haben für uns sofort nach der Ankunft einen prima Platz bei unseren "Kollegen" in der Krippe auf der Fensterbank gefunden und wir haben uns auf Anhieb gut mit den anderen Figuren verstanden!
Etwas später hat uns Anna dann noch "Die Weihnachtsmaus" von James Krüss vorgelesen. Anna ist in der 2. Klasse und kann das schon toll.
Danach durften Maria, der Esel und ich noch mit der ganzen Familie Karten spielen. Und Max hat verdient gewonnen.

Nach dem Kartenspiel ging es für die Kinder ins Bett und auch wir haben uns nach einem ereignisreichen Tag schlafen gelegt.

Heute ist also Samstag und so konnten wir heute Morgen gemütlich ausschlafen. Herrlich! Danach gab es erstmal zum Wachwerden Kakao und Kaffee auf der Couch. Im Anschluss haben wir gemeinsam gefrühstückt und unter anderem holländische Leckereien wie Ontbijtkoek, Pindakaas, Hagelslag und Eierkoeken kennengelernt.

Den Mittag haben wir dann damit verbracht, zusammen mit den Kindern am Küchentisch zu malen und zu basteln. Gegen Nachmittag kamen dann noch Tante und Onkel zu Besuch, um gemeinsam den Weihnachtsbaum zu schmücken. Das wird hier in der Familie jedes Jahr bereits Anfang Dezember gemeinsam bei Keksen und Kakao gemacht um die Vorweihnachtszeit einzuläuten.

Als es langsam dunkel wurde war es dann endlich soweit: Die Kinder sangen an der Haustür ihr Lied für den Nikolaus, "Sinterklaas kapoentje", damit er auch hören konnte, zu welchem Haus er muss. Kurz darauf klingelte es zuerst und klopfte dann auf einmal laut an die Fensterscheibe - das musste Sinterklaas mit seinen Helfern, den zwarte Pieten gewesen sein! Max traute sich als erster und öffnete die Tür. Und tatsächlich stand dort ein Jutesack mit einem Brief darauf, der an Anna und Max adressiert war!
Der Sack wurde schnell hereingeholt und Tante und Onkel halfen beim Geschenke verteilen. Selbst unsere Gasteltern bekamen einen "chocolade letter", den ersten Buchstaben ihres Namens aus Schokolade - ein ganz traditionelles Geschenk das man zu Sinterklaas bekommt. Außerdem gab es noch eine Menge pepernoten, das waren kleine runde Kekse aus einer Art Spekulatius, teilweise mit Schokolade überzogen. Maria und ich haben eine ganze Menge davon verdrückt. Lekker :-)
Damit wir alles gut aus nächster Nähe beobachten konnten, war Anna so lieb und hat uns einen Stuhl geholt auf den sie uns gesetzt hat, und hat ihn mit einem Schild extra für uns reserviert!

Nachdem die Kinder ihre Geschenke dann ausgepackt hatten und damit beschäftigt waren alles auszuprobieren, halfen Maria, Esel und ich noch mit, den Baum weiter zu schmücken. Maria durfte allerdings die meiste Zeit von unten Anweisungen geben wohin wir den Schmuck hängen sollten, denn mit dem runden Bauch fiel es ihr nicht so leicht, noch selbst Dinge in den Baum zu hängen.

Im Anschluss haben wir dann noch gemütlich zusammen gegessen, bei Kerzenschein und Sinterklaas-Musik, bevor es dann auch schon wieder für uns weiterging zu unserer nächsten Unterkunft.
Jetzt sind wir schon sehr gespannt, ob wir morgen auch noch die Ankunft des deutschen Nikolaus mitbekommen werden?

Bis dahin viele Grüße
Dein Josef

 

P.S.: Zwar haben sich für unseren Weg bis Bethlehem schon weitere Herbergseltern gefunden, allerdings haben wir für einige Tage noch keine Unterkunft gefunden... Wo soll ich mit meiner schwangeren Frau in dieser Zeit nur unterkommen???

Tagebucheintrag vom 04. Dezember

Plätzchen backen

Liebes Tagebuch,

heute nehme ich Maria mal das Schreiben ab. Als Esel kommt man selten zu Wort. Maria ist doch sehr müde von der Reise. Der Bauch wird immer dicker und die Gute möchte sich daher einfach mal ausruhen.  

Gestern Abend habe ich Maria schon früh bei unserer neuen Gastfamilie ins Bett geschickt, Josef hat sie umsorgt und ich habe es mir noch einmal bei Kerzenschein auf dem schönen weichen Moos des Adventkranzes gemütlich gemacht, bevor ich auch müde eingeschlafen bin.

Am Morgen wurde ich früh geweckt. Zwei kleine Kinder sind hier vor Aufregung herum gesprungen, weil sie ihr viertes Päckchen im Adventkalender öffnen durften. Danach wurden wir drei zum Familienfrühstück eingeladen. Das war schön gemütlich, aber leider sehr kurz, da die Kinder in die Schule mussten und der Gastvater zur Arbeit.

Eigentlich wollte ich mich ja in einen Tornister schmuggeln, weil ich es letzte Tage so spannend in der Schule fand, aber ich bin erwischt worden. Maria hatte Sorge, dass ich wieder Quatsch in der Schule mache. :-)

Also haben wir drei einen tollen Vormittag bei unserer Gastmutter verbracht.

Wir haben beim Backen geholfen. Das war prima, weil wir hier auch naschen durften.

Kaum war das letzte Plätzchenblech aus dem Ofen geholt, klingelten auch schon die beiden Kinder nach der Schule wieder. Das war ein großes „Hallo“.

Wir durften dann noch bei den Hausaufgaben zugucken und nach dem gemeinsamen Mittagessen hat Maria erst einmal einen Mittagschlaf gehalten. Josef durfte mit dem Jungen in der Zwischenzeit Lego spielen und ich hatte das große Glück mit zum Flötenunterricht des Mädchens zu dürfen.

Das war soooooo toll. Ich habe ganz vielen Weihnachtsliedern gelauscht. Und jetzt singe ich immer leise „In der Weihnachtsbäckerei“ vor mich hin. Den Ohrwurm werde ich so schnell nicht mehr los.

Und da jeder schöne Tag einmal zu Ende geht, haben wir zum Abschluss noch einmal alle zusammen am Adventkranz gesessen,  die Gastmutter hat noch eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen und nach einem stärkenden Abendessen mussten wir leider auch schon weiterziehen.

Ich bin gespannt, welche netten Herbergen wir noch finden werden.

Euer Esel mit der müden Maria und Josef

Tagebucheintrag vom 03. Dezember

Esel in der Adventssocke

Liebes Tagebuch!

Ich falle jetzt müde ins Bett. Die Schwangerschaft setzt mir doch mehr und mehr zu. Aber es hilft nichts, wir müssen täglich weiter.

Obwohl es schon bei unserer Ankunft soooo lecker nach Zimtwaffeln roch. Und nicht nur das – die Waffeln schmeckten auch unglaublich lecker. Josef hat ordentlich zugelangt, so dass ich ihn am Ende bremsen musste, nicht dass für die Herbergsfamilie nichts mehr übrig blieb und mein Josef noch Bauchschmerzen bekäme. Auch sonst war es sehr nett und kurzweilig. Zur Begrüßung gab es gleich ein Klavierkonzert vom jüngsten Familienmitglied. Wir durften dabei in der ersten Reihe oben auf dem Klavier sitzen.

Das war schon grandios, aber wie wir später feststellten, war dies nur die Probe für den Folgetag, als es zum Klavierunterricht ging. Dort sind wir dann in den Genuss der ganzen Palette von Weihnachtsliedern gekommen, die Ihr Euch vorstellen könnt.

Dagegen war es eine glückliche Fügung, dass wir schon gestern in der Schule waren. So konnten wir heute endlich einmal ausschlafen und uns ungestört in unserer Herberge umsehen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und in die Adventskalender der Kinder geschaut :-)

Sehr spannend, was da alles so drin ist…

Der Esel fand die Adventskalendersocke Nr. 3 jedenfalls so gemütlich, dass er sich darin verkrochen und dort noch einmal ganz viel Kraft für die noch vor uns liegende Reise gesammelt hat.

Ich bin gespannt, was wir auf dem Weg nach Bethlehem  noch so alles erleben werden.

Gute Nacht und bis morgen liebes Tagebuch!

Es grüßt Dich

Deine Maria mit Josef und Esel

Tagebucheintrag vom 02. Dezember

Die drei in der Schule

Liebes Tagebuch,

nach dem ereignisreichen Tag gestern, klingelte der Wecker heute Morgen bereits um 6.20 Uhr. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns gemeinsam mit unserem Herbergsvater auf den Weg in die Ardeyschule, denn dort fand die Kontaktstunde für die 3. Klasse statt. In der Schule sind wir auf superliebe Kinder getroffen, die uns herzlich bei sich aufgenommen haben.

In der Kontaktstunde haben wir einiges über eine mutige Frau gehört – die heilige Barbara. Die Kinder mussten dazu ein Arbeitsblatt mit Lücken ausfüllen. Esel fand das Ganze nicht so spannend, aber Josef und ich haben den Kindern geholfen, wenn sie nicht mehr weiter wussten.

Als wir wieder in unserer Herberge angekommen sind, haben wir mit der Herbergsmutter leckere Schoko-Crossies gebacken und Esel musste natürlich wieder naschen. Hoffentlich wird er nicht so dick, sonst schafft er es nicht, mich bis Bethlehem zu tragen.

Nachmittags haben wir dann an etwas teilgenommen, was wir bisher noch nie gesehen haben: Eine Videokonferenz. Ganz schön gewöhnungsbedürftig, sich zu sehen, obwohl man sich nicht im selben Raum befindet. Bei dem Treffen wurde der Familienwortgottesdienst für kommenden Samstag geplant. Auf diesen sind wir jetzt natürlich total gespannt und freuen uns schon sehr darauf.

Nun heißt es erstmal Taschen packen, denn heute Abend ziehen wir weiter und finden Platz in einer neuen Herberge. Was wir dort erleben, werde ich natürlich wieder berichten.

Deine Maria (mit Josef und dem Esel)

Tagebucheintrag vom 01. Dezember

Maria und Josef basteln.

Liebes Tagebuch,

gleich ist der erste Tag unserer Reise nach Betlehem schon um. Doch bevor Josef und ich gleich todmüde ins Bett fallen, möchte ich noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages festhalten.

Ich bin mir nicht sicher, ob wir die weite Strecke wirklich schaffen. Mein dicker Bauch macht das Reisen sehr beschwerlich. Immer wieder müssen wir anhalten, weil ich total aus der Puste bin. Ich bin wirklich froh, dass wir unseren Esel dabei haben, der das Gepäck und zwischendurch auch mich schleppt. So ein treuer Weggefährte ist Gold wert!

Unterwegs haben wir viele Leute getroffen, die sich, genau wie wir, auf den Weg zur Volkszählung machen. Mit einigen kamen wir ins Gespräch und haben uns richtig gut unterhalten. Wir haben auch viel miteinander gelacht. Aber je näher der späte Nachmittag rückte, desto mehr Sorgen machte ich mir. Wir hatten schließlich nicht darüber nachgedacht, wo wir abends schlafen würden. Josef, optimistisch wie immer, schlug vor, dass wir einfach irgendwo an eine Haustür klopfen und um eine Herberge für eine Nacht bitten. Und was soll ich sagen? Er hatte Recht. Ein nettes Ehepaar lud uns ein, den restlichen Tag mit ihnen gemeinsam zu verbringen.

Ich durfte ein langes, heißes Bad nach der anstrengenden Reise nehmen – das war himmlisch! Anschließend bekamen wir Kaffee und Kekse und hatten viel Zeit, um miteinander zu sprechen. Und das alles in einer adventlichen Atmosphäre. Überall sah ich Lichterketten, Kerzen und sogar einen Adventskalender. Den fanden Josef und ich aber merkwürdig, denn jeden Tag muss ein anderes Rätsel gelöst werden, um das nächste Türchen zu finden. So was Komisches… Ich hätte mir lieber einen Adventskalender mit Schokolade oder Spielzeug gewünscht!

Nach dem Kaffeetrinken durften wir helfen, ein Adventsfenster zu gestalten. So etwas habe ich bei uns in der Gegend noch nie gesehen. Aber es war total aufregend! Bewaffnet mit Scheren, Kleber und Transparentpapier machten wir uns daran, ein schönes Fensterbild zu basteln. Das war ziemlich witzig, denn das Bild war bestimmt zwanzigmal so groß wie wir beide. Gar nicht so leicht, das alles aufzumalen, auszuschneiden und dann ans Fenster zu kleben…

Als es abends dunkel wurde, haben wir eine Lampe hinter das Fenster gestellt und von draußen konnte man das beleuchtete Bild dann bewundern. Wirklich eine schöne Idee! Ich war überrascht, wie viele Spaziergänger vorbeigekommen sind und vor dem Haus stehen geblieben sind. Und das, obwohl es den ganzen Tag über geregnet hat und man lieber gemütlich auf dem Sofa bleiben könnte. Josef und ich waren mächtig stolz auf unser Werk, als wir gesehen haben, wie sehr sich die Leute über das Adventsfenster gefreut haben.

Schade, dass wir morgen schon weiterreisen müssen. Ich wäre gerne noch länger hier geblieben. Aber wer weiß, vielleicht finden wir ja nochmal so eine nette Gastfamilie, mit der wir dann auch etwas Spannendes erleben können.

So, jetzt ist es aber wirklich spät genug. Zeit fürs Bett!

Gute Nacht, liebes Tagebuch,

wünscht deine Maria (mit Josef und dem Esel)

Maria und Josef auf Herbergssuche

Maria und Josef suchen eine Herberge in der Gemeinde

Heute beginnen Maria, Josef und der Esel ihre Reise durch unsere Gemeinde. Wir sind sehr gespannt, was die drei in den kommenden Wochen alles erleben werden. Aktuell ist Maria jedoch noch ziemlich besorgt, da sie und Josef ab dem 13.12. bisher noch keine Unterkunft gefunden haben. Wenn ihr Maria, Josef und dem Esel also noch für einen Tag eine Herberge anbieten könnt, dann meldet euch bei Lars Mehring (lars.mehring@bistum-essen.de).